Cap nach Haartransplantation – Was ist erlaubt und was nicht?
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Viele Menschen können nicht mehr ohne Caps. Es scheint, als wären sie mit ihnen verwachsen. Doch was müssen Sie als Cap-tragender Mensch beachten, wenn Sie sich einer Eigenhaarverpflanzung unterziehen? Es gibt klare Empfehlungen der führenden Spezialisten auf diesem Gebiet.

Eine Cap nach der Haartransplantation zu tragen birgt Vor- und Nachteile. Worauf es hier zu achten gibt, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Warum möchten Menschen nach der Haartransplantation eine Cap tragen

Mann mit Bart trägt Cap

Viele Menschen mit Haarausfall haben sich monate- oder sogar jahrelang an das Tragen einer Cap gewöhnt. Denn mit der sportlichen Kopfbedeckung sehen sie nicht nur schick aus, sondern sie verdecken auch die ungeliebten kahlen Stellen auf der Haut. Mit der Zeit wird die Base Cap fast so etwas wie ein Teil des Körpers und man fühlt sich unwohl, wenn es fehlt.

Das ist natürlich auch nach der Haarverpflanzung ein Problem, denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wenn es dann heißt, dass die Cap nach der Haarverpflanzung nicht mehr getragen werden soll, fühlt sich die Person extrem unwohl und hält sich vielleicht nicht daran.

Ein anderer Grund, warum Menschen nach der Eigenhaarverpflanzung zu einer Bedeckung greifen, sind die bei der Verpflanzung entstehenden Wunden, die noch tagelang auffallen. Klar möchte die kaum jemand zeigen, denn dann ist es nahezu offensichtlich, dass die Person eine Schönheitsoperation hinter sich hat.

Genauso unangenehm können die kurz rasierten Haare sein, die viele Haarchirurgen bei ihren Patienten hinterlassen. Mit diesem ungewohnten Look ist es wirklich schwer, den ganz normalen Joballtag nachzugehen. Es gibt also eine Menge guter Gründe, warum Menschen eine Cap nach der Haarverpflanzung tragen möchten. Doch welche negativen Konsequenzen kann das Tragen einer Kopfbedeckung nach sich ziehen?

Das Problem mit der Cap nach einer Haartransplantation

Sinnvolle Alternativen zur Cap nach HaartransplantationEines vorweg: Transplantationskliniken empfehlen grundsätzlich, nach einer Haarimplantation eine Kopfbedeckung zu tragen, wenn Sie nach draußen gehen.

Diese soll einerseits vor der Sonneneinstrahlung und andererseits vor Schmutz schützen. Beide Faktoren wirken sich negativ auf das Transplantationsergebnis aus und können es sogar vollkommen zerstören.

Viele Patienten nehmen dann einfach eine Cap zum Termin mit. Gute und seriöse Kliniken wie die Bio Hair Clinic bietet ihren Patienten eine Cap nach der Haartransplantation an, denn die Ausgabe einer Kopfbedeckung zählt mit zum Service. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, da die Kopfbedeckung sonst das Ergebnis ruinieren kann.

Wie die Cap das Transplantationsergebnis zerstören kann

Es gibt vier Eigenschaften an Caps, die sich problematisch auswirken können:

  1. Reibung
    Reibung ist einer der größten Feinde Ihrer wertvollen Grafts. Das Problem: Die wiederkehrende mechanische Einwirkung führt dazu, dass die Grafts nicht richtig anwachsen oder schlimmer noch: direkt wieder herausgezogen werden. Bei einem Preis von drei bis 15 Euro pro Graft ist das definitiv eine unangenehme Angelegenheit. Die Reibung tritt aber nicht nur beim Aufsetzen und Abnehmen sehr enger Caps auf, sondern kann auch beim einfachen Tragen entstehen. Zum Beispiel beim schnellen Laufen, wenn die Cap eine Nummer zu locker sitzt. Der Spenderbereich liegt häufig genau auf dem unteren Rand der Cap. Hier kann sie die Heilung verzögern und dadurch zu größeren Narben führen.
  2. Festkleben
    Besteht die Cap aus einem leichten Stoff oder sitzt eng, ist es möglich, dass sie an den nässenden Wunden festklebt. Manchmal ist dazu nicht mal ein leichter Stoff nötig, die Baseball Cap geht trotzdem eine unheilvolle Verbindung mit den entstehenden Krusten ein. Trocknet die Wundflüssigkeit, haben Sie ein echtes Problem. Denn dann ist es nahezu unmöglich, die Cap zu entfernen, ohne dabei Grafts zu verlieren. Am Ende stehen Sie wieder mit einer kahlen Stelle da und müssen teuer nachbessern lassen.
  3. Luftstau
    Caps bestehen aus Leinen, Baumwolle, Wolle oder Polyester. Für die Heilung Ihrer Wunden ist Luftzirkulation nötig. Doch insbesondere Polyester-Caps können nicht die nötige Atmungsaktivität aufbringen. Auch kleine Öffnungen für Luftdurchzug bringen es meist nicht. Beim dauerhaften Tragen der Cap nach einer Haarverpflanzung heilen die Wunden meist nur schlecht, im schlimmsten Fall legen Sie damit sogar den Grundstein für eine Hautpilzbesiedelung. Dass Hautpilze sich negativ auf die Wundheilung auswirken, ist offensichtlich.
  4. Chemikalien
    Vor allem billige Caps aus Fernost sind zum Teil mit Chemikalien behandelt, die Sie lieber nicht in die Nähe großflächiger Wunden bringen wollen. Hier kommt es zwar nicht unbedingt zu einem Verlust der Grafts, doch mit diesen Inhaltsstoffen möchten Sie Ihren Organismus vermutlich nicht belasten. Tragen Sie generell nur gewaschene Kopfbedeckungen, die keinen chemischen Geruch verbreiten, weder fusseln noch abfärben.

Sinnvolle Alternativen zur Cap

Eine gute Kopfbedeckung nach der Eigenhaarverpflanzung ist ein leichter und locker sitzender Fischerhut aus 100 Prozent Baumwolle. Dieser Hut sollte natürlich nicht mit Chemikalien behandelt worden sein. Beim Kauf ist außerdem darauf zu achten, dass der Stoff nicht zu leicht ist, damit er die eventuell nässenden oder blutenden Wunden nicht berührt.

Nicht jeder kann den Look eines Fischerhutes leiden. Doch es gibt noch Möglichkeiten, die vor Sonne und Schmutz schützen: das Bandana und das Zandana. Der Stoff ist gut als Kopftuch nach Haartransplantation geeignet, da er sehr leicht und atmungsaktiv ist.

Wichtig ist, dass das Tuch die gesamten Wundflächen abdeckt. Auf schwarze Bandanas und Zandanas sollten Sie möglichst verzichten, weil sie sich stark in der Sonne aufheizen und die Hitze direkt an die Haut darunter abgeben. Übrigens: Einige Halstücher lassen sich auch zu diesem Zweck umfunktionieren.

Manchmal finden sich Alternativen, die gar nicht mit Ihrer Kopfhaut in Berührung kommen. Setzen Sie sich nicht mit einer Kopfbedeckung auf die Terrasse, sondern nutzen Sie einen Sonnenschirm. Bei einem Spaziergang im Regen reicht bei wenig Wind auch ein einfacher Regenschirm.

Wenn Sie wirklich gar nicht auf die Cap verzichten möchten

Sicherlich finden Sie auch eine passende Cap, die Sie trotzdem tragen können. Wichtig sind Eigenschaften wie eine hohe Atmungsaktivität, eine gewisse Steifheit und die Möglichkeit eines Hohlraums zwischen Kopfhaut und Bedeckung.

Sorgen Sie dafür, dass die Cap keine Reibung auf der Kopfhaut verursacht, aber gleichzeitig auch nicht zu fest sitzt. Mit einem Pflaster lassen sich die Schnittwunden nach dem Eingriff abdecken. Wegen der möglichen Größenverstellbarkeit sind besonders Snapback Caps zu empfehlen.

Mit Cap, ohne Cap – Hauptsache, Sie schützen Ihre Haut

Cap tragender Mann hält Daumen hoch

Auch wenn viele Menschen Caps lieben, oder sie wegen der Wunden oder der abrasierten Haare als Sichtschutz nach der Transplantation schätzen, ist diese Kopfbedeckung nicht in jeder Hinsicht empfehlenswert.

Die vier größten Risiken, die mit einer Cap nach einer Haarverpflanzung einhergehen, sind Reibung, Festkleben, Luftstau und Chemikalien.

Bei Reibung ziehen Sie sich möglicherweise die Grafts heraus. Auch beim Festkleben kann das eine Folge sein – nämlich genau dann, wenn Cap und Wundsekret beim Trocknen “zusammenwachsen”. Das Abnehmen tut nicht nur weh, sondern wird Sie auch richtig ärgern.

Der Luftstau bereitet eventuell einer Pilzkolonie den Nährboden und durch Chemikalien belasten Sie Ihren Organismus nur unnötig.

Es spricht also einiges gegen die Baseball Cap nach der Haartransplantation. Gute Alternativen sind leichte, aber stabile Fischerhüte sowie Bandanas und Zandanas. Sie übernehmen die wichtige Aufgabe, Ihre frischen Wunden vor Sonne und Schmutz zu schützen, nahezu mit Bravour.

Aufpassen müssen Sie natürlich trotzdem, denn auch diese Alternativen können schlechte Eigenschaften mitbringen.

Falls Sie absolut nicht auf Caps verzichten möchten, tragen Sie ein gut sitzendes Exemplar, das Luftzirkulation zulässt. Übrigens: Nach zwei Wochen können Sie wieder jede beliebige Kopfbedeckung tragen. Drei bis fünf Monate sollten Sie die empfindliche Haut aber vor der Sonne schützen.


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