Haarausfall & Chemotheraphie – Lässt sich Haarverlust stoppen?
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Eine Krebserkrankung bedeutet für den Patienten und sein Umfeld eine psychische und physische Belastung. Der Kampf gegen die Krankheit ist kräfteraubend und beeinträchtigt die mentale Verfassung.

Die notwendige Behandlung des Patienten mit Zytostatika macht Haarausfall nach einer Chemotherapie wahrscheinlich und bei manchen Betroffenen bleibt das Nachwachsen der Haare partiell aus. Eine Haarimplantation hilft der Psyche und unterstützt ein gesundes Erscheinungsbild.

Eine Krebserkrankung geht oft mit dem Verlust der Haare einher. Die Krankheit selbst ist jedoch nicht der Auslöser. Verantwortlich für das Ausfallen der Haare ist die zur Bekämpfung des bösartigen Tumors eingesetzte Chemotherapie, da die Medikamente nicht spezifisch auf die Krebszellen wirken. Auch die Strahlentherapie führt zum Verlust der Haare.

Krebserkrankung

Eine Krebserkrankung liegt im medizinischen Sinne vor, wenn sich Zellen im menschlichen Körper unkontrolliert vermehren und zu wuchern beginnen. Es bildet sich sogenanntes bösartiges Gewebe oder Geschwulste, die auch als Tumore oder Malignome bezeichnet werden.

Bei bösartigen Geschwulsten und Tumoren haften die Zellen nicht ausreichend aneinander und können in gesundes Gewebe einwandern. Diesen Vorgang bezeichnen Mediziner als Metastasen.

Behandlung von Krebserkrankungen

Die bösartigen Krebszellen haben eine erhöhte Rate der Zellteilung und eine verminderte Fähigkeit zur Reparatur. Diese verminderte Reparaturkapazität der Krebszellen machen sich Mediziner zu nutze. Die bösartigen Zellen sind gegenüber Substanzen, die das Zellwachstum und die Teilung der Zellen hemmen, empfindlicher.

Daher werden diese Substanzen gegen die Krebszellen eingesetzt, um ihr unkontrolliertes Wuchern zu unterbinden. Die Medikamente zur Hemmung der Zellteilung werden unter dem Begriff Zytostatika zusammengefasst. Sie bestehen aus natürlichen Substanzen oder werden synthetisch hergestellt und kommen weltweit in der Krebstherapie zum Einsatz.

Nebenwirkung der Chemotherapie

Bei der Chemotherapie schädigen die behandelnden Ärzte die Zellen des Körpers bewusst, um ihre Teilung und unkontrollierte Vermehrung zu verhindern. Die eingesetzten Zytostatika können die Krebszellen allerdings nicht gezielt angreifen. Nebenwirkungen sind die Folge. Schnell wachsende Zellen wie die des Epithels werden von den Zytostatika ebenso angegriffen.

Die Epithelzellen der Mundschleimhaut, des Darms, blutbildende Zellen und die Haarwurzelzellen sind besonders betroffen. Durch ihre Schädigung kommt es nach einem halben Monat bis Monat zum Haarverlust durch die Chemotherapie.

Häufige Nebenwirkungen der Chemotherapie auf einen Blick

  • Hautveränderungen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Entzündungen der Schleimhaut im Mund
  • Venenreizungen durch Schädigung der Blutgefäße
  • Haarausfall an Kopf und Körper

Haarausfall nach Chemotherapie kann den ganzen Körper betreffen

Frau mit Krebs liegt im Krankenbett und bekommt Besuch von Ihrer Tochter

Haarausfall gehört zu den häufigsten Nebenwirkungen nach der Behandlung einer Krebserkrankung mit Zytostatika. Der Umfang und die Art des Haarverlustes sind von Patient zu Patient jedoch unterschiedlich und hängen von dem eingesetzten Medikament und der verabreichten Dosis ab. Die persönliche Veranlagung des Patienten spielt beim Umfang und der Art des Haarverlusts ebenfalls eine große Rolle.

Wird ein Patient bei Haarausfall mit mehreren Zytostatika behandelt, sprechen Fachleute von einer Polychemotherapie. Nach dieser Behandlung erleidet der Patient mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit den Verlust seiner Haare. Wird bei der Bekämpfung des malignen Gewebes nur ein Wirkstoff eingesetzt, sprechen Ärzte von einer Monotherapie. In diesem Fall kann der Haarausfall weniger massiv sein.

Bei besonders aggressiven Krebserkrankungen kommen zur Chemotherapie meist noch starke Bestrahlungen hinzu. Sie führen in den meisten Fällen neben dem Verlust des Haupthaars auch zum Ausfallen der gesamten Körperbehaarung.

Haarverlust macht die Krankheit sichtbar

Der Haarverlust nach der Chemotherapie und Bestrahlung bedeutet für den Patienten in aller Regel eine zusätzliche psychische Belastung. Die Krankheit ist nun für alle auf einen Blick ersichtlich und die optische Veränderung ist neben der körperlichen und psychischen Beeinträchtigung für viele nur schwer zu verkraften.

Während der Verlust des Haupthaars noch mit dem Bedecken des Kopfes oder durch das Tragen einer Perücke ausgeglichen werden kann, ist der Verlust der Baarthaare, Wimpern und Augenbrauen nur schwer zu kaschieren.

Je nach persönlicher Veranlagung und Medikamentendosis kann der Patient seine Körperbehaarung teilweise oder auch komplett verlieren. Abhängig von der Dichte des Haupthaars ist der Haarverlust auf dem Kopf kurz nach dem Ausfall der Hälfte aller Haare deutlich zu bemerken. Das Ausfallen von Augenbrauen und Wimpern ist jedoch rasch sichtbar und nimmt dem Gesicht die Umrahmung und Betonung.

Für Männer ist die Bartbehaarung optisch oft von besonderer Bedeutung. Viele leiden stark unter dem Verlust und haben das Gefühl, dass ihr gewohntes Erscheinungsbild massiv verändert ist.

Dem Haarverlust durch Chemotherapie mit einer guten Planung begegnen

Arzt berät Krebspatientin

Fachleute raten Krebspatienten, sich schon vor dem Beginn der Strahlen- oder Chemotherapie mit dem drohenden Haarverlust auseinanderzusetzen. Entgegen vorangegangener Annahmen leidet nämlich die Mehrzahl der Betroffenen unter dem Verlust des Haupthaares und der Körperbehaarung und kann sich in der Phase der Krankheit nur schwer damit abfinden.

Wenn sich die Betroffenen jedoch psychisch darauf einstellen und praktikable Lösungen überlegen, wird die zusätzliche Belastung durch den Haarverlust gemindert. Der kahle Kopf kann durch das Tragen einer Perücke, eines Haarteils oder modischer Kopfbedeckungen kaschiert werden.

Zudem empfiehlt es sich, die Haare vor Beginn der Behandlung kurz zu schneiden, um sich einerseits auf den erwarteten Anblick vorzubereiten und andererseits nicht Büschel von langen Haaren in Händen halten zu müssen.

Eine nachhaltige und effektive Methode, dem Haarverlust entgegenzuwirken ist eine Haarverpflanzung. Da man den Verlust der Wimpern, Barthaare und Augenbrauen weniger leicht kaschieren kann, empfiehlt sich dieser Weg nach dem Ausfallen der gesamten Körperbehaarung.

Eigenhaarverpflanzung hilft bei Haarverlust durch Chemotherapie

Der Haarverlust nach einer Chemotherapie beginnt in aller Regel zwei bis vier Wochen nach der Behandlung mit den Zytostatika. In den meisten Fällen ist er reversibel und das Wachstum der Haare beginnt einige Monate nach dem Ende der Therapie von Neuem.

Da Umfang und Art des Haarausfalls von verschiedenen Faktoren abhängig sind, bleibt das Nachwachsen der Haare bei manchen Patienten an einigen Körperstellen teilweise oder ganz aus.

Besonders die Haare der Wimpern, Augenbrauen und die Barthaare wachsen nur noch partiell nach und verändern das optische Erscheinungsbild nachhaltig. Für solche Patienten ist eine Eigenhaarverpflanzung eine sinnvolle Lösung. Mit Hilfe der schonenden FUE Technik werden die Haare komplettiert und aufgefüllt.

Da jeder Haarfollikel extra entnommen und verpflanzt wird, ist der Eingriff hautschonend und minimalinvasiv und das Erzielen von individuellen Transplantationsergebnissen ist möglich. Das langfristige Wachstum der transplantierten Haare ist garantiert und der Patient gewinnt sein gesundes Erscheinungsbild zurück.

Fazit

Haarausfall nach einer Chemotherapie bedeutet für Krebspatienten eine zusätzliche psychische Belastung. Durch den Einsatz der wachstumshemmenden Zytostatika bei der Krebstherapie werden auch gesunde Zellen des Körpers geschädigt. Zellen des Epithels sind dabei besonders betroffen. Die Schädigung der Haarwurzelzellen bei der Behandlung führt in den meisten Fällen zum Verlust des Haupthaares oder der gesamten Körperbehaarung.

Bei einigen Patienten wachsen die Haare der Wimpern, Augenbrauen und die Barthaare nicht mehr oder nur noch partiell nach. Mit einer rechtzeitigen Planung und einer guten Beratung können Sie dem Haarausfall durch Krebstherapie entgegenwirken. Eine schonende und effektive Eigenhaarverpflanzung hilft Ihnen, das gesunde Erscheinungsbild wiederherzustellen und gibt Ihnen Ihr gewohntes Aussehen zurück.


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