Vegane Ernährung - Schlecht für die Haare? ?
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Der komplette Verzicht auf tierische Lebensmittel führt ohne ergänzende Zufuhr wichtiger Nährstoffe zu einer Reihe von Mangelerscheinungen. Können nach einem Umstieg auf vegane Ernährung auch die Haare lichter werden und wie lässt sich das natürliche Haarwachstum wieder anregen? Erfahren Sie im folgenden Beitrag mehr darüber, warum vegane Ernährung und Haarausfall oft in einem Atemzug genannt werden.

Wie kann sich vegane Ernährung auf die Haare auswirken?

Mann hält ein Stück Brokkoli in der Hand während er darüber nachdenkt ob die vegane Ernährung seine Haare ausfallen lässt

Wenn die tägliche Haarmenge auf dem Kissen und im Waschbecken deutlich zunimmt oder das Haar sogar büschelweise in Kamm und Bürste hängen bleibt, bedeutet das für Betroffene zumeist eine große psychische Belastung.

Auf der Suche nach möglichen Ursachen hinterfragt man automatisch die eigenen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Der Bevölkerungsanteil an vegetarisch oder vegan lebenden Personen im deutschsprachigen Raum beträgt etwa fünf Prozent.

Angehörige dieser Minderheitengruppe bewerten körperliche Beschwerden oft auch im Hinblick ihre spezielle Ernährungsgewohnheit, auch weil diese in der Öffentlichkeit vielfach als zu einseitig diskutiert wird.

Ob vegetarische oder vegane Ernährung die Haare in ihrem natürlichen Wachstum behindert oder ob andere Ursachen hinter der plötzlich schwindenden Haarpracht stecken, lässt sich meist nicht auf Anhieb eruieren.

Veganismus als Weltanschauung und gesellschaftlicher Trend

Veganer Aktivisten bereiten einen Banner vor

Sowohl vegetarische als auch vegane Ernährungsformen verzichten bewusst auf den Konsum von Fleisch. Während Vegetarier neben pflanzlicher Kost auch Eier oder Milchprodukte wie Butter, Käse und Joghurt zu sich nehmen, verbannen Veganer sämtliche tierische Nahrungsmittel von ihrem Speiseplan.

Veganismus ist also eine Steigerung des Vegetarismus und für viele Vegetarier ist der Umstieg auf vegane Kost ein folgerichtiger Schritt. Veganismus kann sogar als ganzheitlicher Lebensstil praktiziert werden, der in seiner Ausformung weit über die spezielle Ernährungsart hinausgeht.

Veganer lehnen häufig auch die Verwendung sämtlicher Gebrauchswaren ab, die auf eine tierische Herkunft schließen lassen – beispielsweise Lederschuhe, Daunendecken und Textilien aus Tierwolle.

Beweggründe für den Umstieg auf vegane Nahrungsmittel

Mann hält neben seiner Frau ein Schild in der Hand wo drauf steht dass man kein Fleisch essen soll

Die vegane Lebensweise wird üblicherweise nicht gewählt, weil einem Fleisch und Käse nicht mehr schmecken. Größtenteils liegen der Entscheidung ideologische oder gesundheitliche Überlegungen zugrunde.

Tierschutz
Der ethische Aspekt zum Wohle der Tiere ist der häufigste Grund für eine Ernährungsumstellung auf Vegan. Mit dem Verzicht auf Lebensmittel tierischen Ursprungs reagieren Veganer auf die automatisierte Fleischindustrie, eine nicht artgerechte Tierhaltung und daraus resultierendes Tierleid.

Umweltschutz
Der massive Ausstoß von Treibhausgasen durch landwirtschaftliche Tierhaltung und die Rodung von Regenwäldern, um Ackerflächen für den Futtermittelanbau zu schaffen, veranlasst viele Umweltschützer, den veganen Weg einzuschlagen.

Die eigene Gesundheit
Tierisches Eiweiß belastet den Organismus und mündet häufig in den typischen Zivilisationskrankheiten. Eine Ernährung auf pflanzlicher Basis reduziert dieses Erkrankungsrisiko.

Haarausfall nach Ernährungsumstellung auf Vegan

Gestresster Veganer sitzt an seinem Schreibtisch und versucht zu entspannen

Gerade dieser bewusste Umgang mit der eigenen Gesundheit sollte dem Auftreten körperlicher Beschwerden eigentlich entgegenwirken. So manch Veganer hat sich sogar ausdrücklich deshalb für eine gesunde und fleischlose Kost entschieden, um den altersbedingten Haarverlust zu verlangsamen.

Umso größer ist dann die Frustration, wenn sich das Kopfhaar unvermutet zu lichten beginnt. Steht die vegane Ernährung mit Haarausfall in Zusammenhang?

Der Ursache für den Haarausfall auf den Grund gehen

Nachlassender Haarwuchs kann durch verschiedene Ursachen bedingt sein. Neben alters- und anlagebedingtem Haarausfall, von dem der Großteil der Bevölkerung irgendwann im Laufe des Lebens betroffen ist, bewirken oftmals auch direkte äußere Einflüsse das Schütterwerden des Deckhaares.

Als auslösende Faktoren können bestimmte Medikamente, Drogen und Umweltgifte eine Rolle spielen, des Weiteren psychischer Stress, falsche, womöglich sogar übertriebene Haarpflege oder auch Mangelzustände als Folge von Ernährungsfehlern. Hier kommt die vegane Ernährungsweise ins Spiel.

Gesundheitsrisiken bei einseitiger veganer Ernährung

Veganer bereitet sich sein Essen in der Küche zu

Rein pflanzliche Kost lässt die Gestaltung eines abwechslungsreichen Speiseplans mit einer Vielfalt an gesunden und bekömmlichen Gemüse- und Obstsorten zu, mit Nüssen, Hülsenfrüchten und hochwertigen Ölen. Eine vernünftige vegane Ernährung kann die gesamtheitlich ausgewogene Versorgung mit lebensnotwendigen Nährstoffen sicherstellen.

Problematisch wird der Verzicht auf Fleisch, Fisch und Co. dann, wenn der Umstieg auf Vegan ungeplant und ganz ohne begleitende Vorkehrungen erfolgt.

Vitamin B12 muss separat ergänzt werden

Vegane Lebensmittel können fast alle erforderlichen Nährstoffe liefern – auch Vitamine D, Vitamin B2, Kalzium, Eisen, Zink, Jod und Selen lassen sich in bedarfsdeckenden Mengen zuführen. Einzige Ausnahme ist hierbei Vitamin B12, das in pflanzlicher Nahrung nicht in ausreichender Menge enthalten ist.

Aus diesem Grund müssen Veganer eine dauerhafte Supplementierung, also eine Ergänzung mittels Vitamin-B12-Präparaten sicherstellen. Vitamin B12 ist wichtig für das Nervensystem, die Blutbildung und Zellteilung. Ein niedriger Vitamin-B12-Spiegel kann zahlreiche Mangelerscheinungen hervorrufen, die sich jedoch oft erst nach Jahren bemerkbar machen.

Mögliche Symptome bei Vitamin-B12-Mangel:

  • Konzentrationsprobleme
  • Müdigkeit
  • Kribbeln, Taubheitsgefühl
  • Depressionen, Stimmungsschwankungen
  • Haut- und Schleimhautprobleme
  • Haarausfall

Vitaminpräparate schaffen Abhilfe bei Mangelzuständen

Vitaminpräparate auf rosanem Hintergrund

Wenn bei einer Blutuntersuchung eine B12-Unterversorgung festgestellt wird, ist die Gabe von Vitamin-B12-Präparaten die übliche Vorgangsweise, um den Vitaminmangel zu beheben und die Beschwerden zu lindern. Tritt bei vorhandenem Vitamin-B12-Mangel auch Haarausfall auf, so wird von ärztlicher Seite ein möglicher ursächlicher Zusammenhang abgeklärt.

Hat der übermäßige Haarverlust weder mit dem B12-Mangel noch mit der veganen Nahrungsaufnahme etwas zu tun, kommen andere Möglichkeiten zur Wiederherstellung der Haarfülle infrage. Das B12-Präparat wird jedoch weiterhin eingenommen, sofern die rein pflanzliche Ernährungsweise beibehalten wird.

Beim Umstieg auf vegane Ernährung auf ausreichende Versorgung mit Nährstoffen achten

Dem einen gehen die Haare aus, dem anderen die Gedanken“, besagt ein alter deutscher Sinnspruch. Vergisst man bei veganer Ernährung auf die Zufuhr wichtiger Nährstoffe wie Vitamin B12, so können sich sowohl die Haare als auch die Gedanken verflüchtigen: Haarausfall und Konzentrationsschwäche sind mögliche Anzeichen für eine B12-Unterversorgung.

Grundsätzlich kann eine vernünftig und abwechslungsreich gestaltete vegane Ernährung für Haare und Haarwuchs sogar von Vorteil sein. Selbst die gesündeste Lebensweise kann jedoch einen erblich bedingten Haarausfall bestenfalls hinauszögern oder verlangsamen, aber nicht gänzlich verhindern.

Hier bleibt eine FUE Haartransplantation die beste und nachhaltigste Lösung, um eventuell bereits haarlose Kopfbereiche per Haarverpflanzung mit gesundem Eigenhaar aufzufüllen. Die Haarimplantation lässt das Haar auch auf ehemals kahlen Stellen wieder sprießen. Im Verlauf einer Eigenhaarverpflanzung vom Hinterhaupt entnommene Haarfollikel sind auf lebenslanges Wachstum programmiert. Sie bleiben somit auch im implantierten Bereich dauerhaft aktiv.


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