Lichen Ruber Haarausfall: Welche Behandlung verspricht Erfolg?
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Lichen Ruber Haarausfall ist eine eher seltene Form des Haarverlustes und eine Sonderform der als Lichen Planus bekannten Knötchenflechte. Wichtig ist, dass die Erkrankung nicht nur umfassend diagnostiziert, sondern auch passend behandelt wird.

Denn vor allem eine schnelle und passende Therapie kann einen umfangreichen Haarverlust verhindern. Kommt die Anwendung zu spät oder zu ungerichtet, kann der Haarverlust nur schwer verhindert werden. Bei durch Lichen Ruber ausgelösten Haarschwund bleibt als erfolgreiche Behandlung oftmals nur die FUE Haartransplantation.

Lichen Ruber: Was ist das überhaupt?

Lichen Ruber Planus ist eine Krankheit, welche sich an den verschiedensten Körperteilen entwickeln kann. Es handelt sich dabei um eine Knötchenflechte mit verschiedenen Ausprägungen, welche weder ansteckend ist noch von anderen Menschen erworben werden kann.

Zur Beruhigung muss immer gesagt werden, es handelt sich bei der Knötchenflechte nicht um eine Unterart der Krebserkrankung. Die Erkrankung ist zwar unangenehm und mit vielen Nebenwirkungen behaftet, aber nicht lebensbedrohlich.

Es kann sowohl die Haut als auch den Mundraum befallen, auch die Genitalien sind häufig von der Erkrankung betroffen. Ein Befall der Kopfhaut ist eher selten, tritt dann aber unter der Bezeichnung Lichen Ruber follicularis planopilaris auf. In diesen Fällen kann Lichen Ruber zu Haarausfall führen und somit deutlich sichtbar werden.

Ist eine Behandlung überhaupt möglich?

Auf einer Fläche liegen Tabletten und eine Spritze

Bei Lichen Ruber den Haarausfall durch eine Behandlung zu stoppen ist möglich, wenn dieser frühzeitig erkannt wird. Doch die Erkrankung der Kopfhaut ist eher selten, sodass nur wenige Ärzte frühzeitig genug reagieren und aktiv werden.

Zunächst einmal muss eine passende Diagnose gestellt werden, ehe eine konventionelle Behandlung erfolgen kann. Wird diese frühzeitig eingeleitet und umfassend durchgeführt, stehen die Chancen nicht schlecht, den Haarschwund aufzuhalten und somit die Haarpracht zu erhalten. Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören unter anderem:

  • Antihistaminika
  • Korikosteroid als Creme oder Salbe
  • Kortikosteroid Pillen
  • PUVA-Therapie
  • Retinsäure
  • Tacrolimus-Salbe
  • Pimecrolimus-Creme

Welche Behandlung in Frage kommt, bestimmt der Dermatologe mit Augenmerk auf die Schwere und den Verlauf der Erkrankung.

Wann treten die Beschwerden auf?

Grundsätzlich kann jeder Mensch von Lichen Ruber betroffen sein, da es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt. Allerdings tritt diese vor allem bei Erwachsenen mittleren Alters auf, wobei Frauen ein wenig häufiger betroffen sind als Männer. Woran dies liegt und welche Auslöser zu einer Erkrankung führen, ist aktuell noch nicht bekannt und muss durch die Forschung genauer in Augenschein genommen werden.

Der Befall der Kopfhaut und somit eine Erkrankung der Follikel ist zudem eine eher seltene Unterkategorie der Erkrankung, welche zunächst von vielen Menschen und Ärzten nicht richtig wahrgenommen und diagnostiziert wird.

Die richtige Diagnose ist wichtig

Wie bereits deutlich gesagt, kommt es vor allem auf eine schnelle und richtige Diagnose an. Da die Erkrankung auf Dauer zu einer Narbenbildung auf der Kopfhaut führt und dabei die Haarwurzeln dauerhaft und anhaltend geschädigt werden, kann der Haarverlust bei einer zu späten Behandlung nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Zur Diagnose entnimmt der Dermatologe in der Regel ein wenig Haut, um diese unter dem Mikroskop zu untersuchen. Auch eine Blutuntersuchung kann eingesetzt werden, um andere Erkrankungen auszuschließen und somit eine genaue Diagnose zu stellen.

Lichen Ruber: Haarausfall und Behandlung ohne Erfolg?

Wenn durch die Krankheit der Haarschwund bereits fortgeschritten ist und die Behandlung durch den Arzt nur noch die Symptome der Erkrankung, aber nicht mehr das Ergebnis behandeln kann, stehen viele Menschen vor einem Problem. Denn in diesen Fällen kann die Krankheit auch abheilen und spurlos verschwinden, der Haarverlust bleibt allerdings präsent. Dies kann durchaus problematisch werden, da die Haare an den betroffenen Stellen auch in Zukunft nicht mehr nachwachsen werden.

Die Erkrankung hat an diesen Stellen die Haarwurzeln beziehungsweise die Haarfollikel so stark geschädigt, dass keine neuen Haare produziert werden können. Hier kann auch die konventionelle Medizin nicht mehr helfen, da die Grundlage des Haarwachstums zerstört wurde. Ist die Erkrankung vollständig behandelt und somit ausgestanden, gilt es passende Alternativen zu finden.

Die Haarverpflanzung als sinnvolle Option

In diesen Fällen kann die Haartransplantation durchaus eine gute und sichere Lösung sein, um die volle Haarpracht wiederherzustellen. Dabei hängt der Umfang der Behandlung maßgeblich davon ab, wie viele Bereiche des Kopfes betroffen sind und in welchem Maße der Haarschwund sichtbar ist.

Bei einem nur leicht sichtbaren Haarverlust oder einer partiellen Ausdünnung der Haare kann es sich um einen leichten Eingriff handeln, während in anderen Fällen eine umfassende Haarimplantation erfolgen muss.

Umfassende Beratung und Planung durch Experten

Bei einer Eigenhaarverpflanzung spielt die Beratung eine wichtige Rolle. Denn eine solche Verpflanzung kann nicht bei allen Fällen von ausfallenden Haaren genutzt werden und sinnvoll sein. Dementsprechend gilt es im Vorfeld mit den Spezialisten abzuklären, ob eine solche Behandlung für Sie in Frage kommt.

Wenn bei Lichen Ruber der Haarausfall mit Behandlung nicht bekämpft werden konnte, aber die Krankheit abgeheilt ist, kann eine Haarimplantation durchaus eine gute und sichere Lösung bieten.

Gehen Sie bei den Gesprächen immer ganz offen vor und erklären Sie die Gründe für den Haarschwund umfassend. Das ist wichtig, denn nur durch eine umfassende Anamnese kann eine gezielte Behandlung erfolgen.

Wenn Sie sich für eine Haarverpflanzung entscheiden, können Sie spätestens 12 Monate nach dem Eingriff wieder Ihr volles Haar in alter Pracht genießen und sehen keine Spuren der ursprünglichen Erkrankung mehr.

Bei Lichen Ruber Haarausfall kann die Behandlung nicht gesichert erfolgen

Lichen Ruber ist eine Autoimmunerkrankung, die jeden von uns treffen kann. Wenn dadurch das Ausfallen der Haare verursacht wird, handelt es sich um eine sehr selten Form der Erkrankung, welche auch als Lichen Ruber follicularis planopilaris oder als Lichen Ruber mucosae bezeichnet wird. Da diese Form der Erkrankung relativ selten ist, wird diese auch nur in seltenen Fällen rechtzeitig erkannt und diagnostiziert.

Bei unklarem Haarverlust mit Rötungen oder Schwellungen der Kopfhaut sollten Sie aus diesem Grund immer einen Dermatologen aufsuchen. Häufig kann die Erkrankung zielgerichtet behandelt werden, sodass der Haarschwund nicht von Dauer ist. Kommt die Behandlung allerdings zu spät, können die Effekte durch eine Haartransplantation gemindert werden.

Wichtig ist hierbei, dass die Krankheit vollständig behandelt sein muss, damit ein solcher Eingriff dauerhaften Erfolg verspricht. Zudem sollten Sie die Haartransplantation nur von einer erfahrenen Klinik durchführen lassen, welche mit der notwendigen Sorgfalt arbeitet.


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