Haarausfall bei Rheuma: Führt die Krankheit zu Haarverlust?
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Es gibt verschiedene Zusammenhänge zwischen Haarausfall und Rheuma. Wir klären ab, warum es bei dieser Erkrankung zu einem Verlust der Haare kommen kann und welche Faktoren als Auslöser gelten. Zudem zeigen wir Ihnen selbstverständlich die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und den Weg zurück zu vollem und gesundem Haar.

Kann Rheuma Haarausfall auslösen?

Junger Mann begutachtet seinen Haarausfall im Spiegel seines Badezimmers

Immer wieder stellen Menschen bei Ärzten die erstaunte Frage: “Kann Rheuma Haarausfall auslösen?”. Und diese Frage ist leider ganz klar mit Ja zu beantworten. Zwar muss nicht jeder Betroffene zwingend unter dem Verlust der Haare leiden, doch bei vielen Menschen ist diese Kombination sehr häufig. Allerdings setzen viele Patienten dort keine Korrelation, da dieser Fakt den wenigsten Menschen bekannt ist.

Rheuma – eine Erkrankung mit vielen Krankheitsbildern

Rheuma ist ein Oberbegriff, unter dem viele verschiedene Erkrankungen gebündelt werden. Die Krankheit kann sowohl akut als auch chronisch sein und tritt zudem sehr häufig in Schüben auf.

Unterschieden wird zwischen:

  • Störungen des Stoffwechsels mit rheumatischen Symptomen
  • nichtentzündliche rheumatische Erkrankungen der Weichteile
  • entzündliche rheumatische Erkrankungen
  • durch Verschleiß bedingte rheumatische Erkrankungen

Nicht jede dieser Erkrankungen muss dabei mit einem Haarschwund in Korrelation stehen. Das bedeutet, dass Sie unter den Symptomen leiden und einen Haarverlust beklagen können, auch wenn beide Tatsachen nicht miteinander in Verbindung stehen.

Häufiger ist eine Verbindung von genetisch bedingtem Haarschwund, der zufällig mit einem rheumatischen Schub zusammenfällt. Daher gilt es immer genau abzuklären, ob Rheuma für den Haarausfall die Ursache sein kann.

So kann der Haarverlust bei der Erkrankung aussehen

Mann hält einen Kamm mit einem Büschel Haare in seiner Hand

Der Ausfall der Haare kann bei rheumatischen Erkrankungen viele Gestalten annehmen. Vom kreisrunden Haarausfall bis zum diffusen Verlust der Haare im gesamten Kopfbereich sind viele Varianten möglich.

Auch die Augenbrauen oder die Körperbehaarung können hiervon betroffen sein. Im schlimmsten Fall kommt es zum vollständigen Ausfall aller Haare. Dieser wird als Alopecia universalis bezeichnet und ist für die Betroffenen besonders schwierig.

Der Zusammenhang von Haarverlust und rheumatischer Erkrankung ist schwer zu diagnostizieren

Mann mit Haarausfall und Rheuma hält seinen linken Arm mit einem schmerzverzerrtem Gesicht

Für Ärzte kann es problematisch sein, wenn es zum Haarverlust bei einer rheumatischen Erkrankung kommt, da die Zusammenhänge nicht immer leicht zu diagnostizieren sind.

Zum einen können die Haarwurzeln direkt durch das Immunsystem angegriffen werden. Alternativ kann der Körper durch die entstandenen Entzündungen so angegriffen sein, dass er alle Energie für deren Bekämpfung aufwendet. Nicht lebenswichtige Systeme, beispielsweise auch die Versorgung der Haarwurzeln, werden in diesem Fall vom Körper heruntergefahren.

Zudem gibt es auch einige Medikamente bei rheumatischen Erkrankungen, die selbst als Nebenwirkung zu Haarschwund führen können. Es gilt also die verschiedenen Zusammenhänge zu klären und somit eine klare Diagnose zu stellen. Denn Haarausfall und Rheuma können, müssen aber nicht zwingend, miteinander in Zusammenhang stehen.

Warum eine herkömmliche Therapie nicht helfen kann

Da es sich bei dem Gliederreißen um eine Autoimmunerkrankung handelt, werden die Haarwurzeln bei manchen Menschen vom eigenen Immunsystem angegriffen. An und für sich nicht allzu problematisch, wenn die Krankheit frühzeitig diagnostiziert und behandelt wird.

Da Haarausfall und Rheuma allerdings beide erst sehr spät bemerkt und entsprechend nicht sofort behandelt werden, ist es für viele Haarwurzeln zu diesem Zeitpunkt bereits zu spät. Diese sind so stark angegriffen worden, dass sie irreparable Schäden davongetragen haben. Das bedeutet, dass diese nicht mehr in der Lage sind, neue Haare zu produzieren.

Der Haarschwund ist also dauerhaft und lässt sich nicht einfach wieder ankurbeln.

Das ist die Alternative bei zu starkem Haarverlust

Da die Haarwurzeln stark angegriffen und beschädigt werden, kann also eine normale Therapie nicht helfen. Wenn Sie sich nicht mit dem Verlust der Haare abfinden möchten, gibt es also nur eine echte Alternative – Eine FUE Haartransplantation.

Denn so können gesunde Haarwurzeln wieder an die Bereiche verpflanzt werden, welche vom Haarausfall besonders stark betroffen sind.

So läuft eine Haarverpflanzung für Sie ab

Ärzte im Behandlungsraum führen eine Haartransplantation durch und selektieren die Haarfollikel in einer Petrischale

Bei der Haarverpflanzung werden sogenannte Grafts meist aus dem Hinterkopf entnommen und an die betroffenen, kahlen Stellen verpflanzt. Dieser Vorgang muss mit besonderer Sorgfalt ausgeführt werden, damit die Haarfollikel bei der Behandlung nicht beschädigt werden.

An ihrer neuen Stelle wachsen die Haarwurzeln wieder fest an. Sind diese Stellen abgeheilt, beginnen die Wurzeln mit der Produktion neuer Haare. Somit werden kahle Stellen oder dünner werdende Haare effektiv verdeckt.

Fallen die verpflanzten Haare nicht erneut aus?

Natürlich stellt sich diese Frage. Und ja, diese Gefahr besteht durchaus, wenn die rheumatische Erkrankung nicht auch behandelt wird. Ohne eine effektive Behandlung der Krankheit würde das Immunsystem weiterhin auch die Haarwurzeln angreifen und eine Gefahr für Ihre frisch transplantierten Haare darstellen.

Daher ist es wichtig, dass vor dem Eingriff medizinisch abgeklärt ist, wodurch der Haarverlust ausgelöst wurde. Wird das Rheuma aktiv behandelt, müssen Sie keine Angst um Ihre neuen Haare mehr haben.

So lange dauert es nach der Haartransplantation, bis keine Spuren mehr sichtbar sind

In der Regel dauert es ca. 14 Tage, bis die Krusten und die direkten Spuren der Haarimplantation nicht mehr sichtbar sind. Allerdings wachsen die Haare erst sehr langsam und zu Beginn auch sehr dünn nach.

Abhängig von Ihrem Körper- und Haartyp dauert es in der Regel um die 12 Monate, bis Sie das finale Endergebnis bestaunen können.

Fazit: Der Haarausfall bei Rheuma ist häufig, kann aber effektiv behandelt werden

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Haarausfall und Rheuma sehr häufig miteinander in Verbindung stehen. Das große Problem ist, dass die Diagnose der rheumatischen Erkrankung und somit auch die Diagnose des Haarschwunds oftmals viel Zeit in Anspruch nehmen. Bis dann die Diagnose gestellt ist, sind die Haarwurzeln so stark angegriffen und geschädigt, dass diese keine neuen Haare mehr produzieren können. Daher ist eine Eigenhaarverpflanzung oftmals der einzige Weg, um wieder sein volles Haar genießen zu können.

Diese Behandlung ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn auch zugleich das Rheuma gezielt behandelt wird. Denn nur so kann verhindert werden, dass die Krankheit die Haarwurzeln erneut angreift. Wird die Erkrankung allerdings behandelt, können Sie maximal 12 Monate nach der Behandlung überhaupt nicht mehr erkennen, dass Sie jemals unter Haarverlust gelitten haben. Dank der präzisen Verpflanzung der Haarwurzeln kann wieder ein volles Haarbild erreicht werden.


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