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Nahaufnahme eines geschwollenen Auges

Nach der Haartransplantation sind die Augen geschwollen – ist das normal?

Für Personen, die unter Haarverlust leiden, stellt die Eigenhaarverpflanzung die einzige dauerhafte Lösung dar, um wieder volles Haar zu bekommen. Direkt nach dem operativen Eingriff tritt der Heilungsprozess ein.

Viele Patienten stellen sich im Rahmen der Regenerationsphase die Frage, ob Schwellungen im Gesicht und insbesondere im Augenbereich ein Grund zur Beunruhigung sind.

Hier erfahren Sie, ob es normal ist, dass nach der Haartransplantation die Augen geschwollen sind, und wie Sie den Heilungsprozess positiv unterstützen können.
Ein kurzes Inhaltsverzeichnis für diesen Artikel


Ist es normal, dass nach der Haartransplantation die Augen geschwollen sind?
Warum entsteht die Schwellung am Auge?
Die Schwellungen durch richtiges Verhalten reduzieren
Methoden die vermeiden, dass nach der Haartransplantation die Augen geschwollen sind
Fazit: Dass nach einer Haartransplantation die Augen geschwollen sind, ist normal

Ist es normal, dass nach der Haartransplantation die Augen geschwollen sind?

Bei der Haarverpflanzung handelt es sich um einen operativen Eingriff, bei welchem Haarfollikel aus einem Spenderbereich entnommen und in einen Empfängerbereich eingesetzt werden.

Hierbei kommt es zu einer Verletzung der Kopfhaut, weshalb nach der Operation ein heilender Prozess im Körper beginnt. Damit die Verpflanzung für Sie so angenehm wie möglich ist, erhalten Sie im Vorfeld eine lokale Anästhesie.

Dieses Betäubungsmittel muss später wieder aus dem Körper entweichen, weshalb Schwellungen auftreten können. Schwellungen der Augen nach der Eigenhaartransplantation sind daher völlig normal und kein Grund zur Beunruhigung.

Warum entsteht die Schwellung am Auge?

Damit das Lokalanästhetikum aus Ihrem Körper entweichen kann, wandert es zunächst in Richtung Ihres Gesichts, wodurch die Schwellungen im Stirn- und Augenbereich auftreten können.

In einigen Fällen kann hierdurch eine vorübergehende Sichteinschränkung auftreten. Eine Lymphansammlung tritt in Folge der Operation auf. Ihr Lymphsystem ist nun sehr aktiv, um mögliche Keime wegzuspülen, wodurch eine Infektion vermieden wird.

Die Betäubungsflüssigkeit muss nun vom Lymphsystem vollständig abgebaut werden. Sobald die Flüssigkeit abgebaut ist, geht auch die Schwellung zurück. In der Regel dauert dies rund fünf bis sieben Tage.

Dass nach einer Haartransplantation die Augen geschwollen sind, gehört daher zu dem ganzen normalen Regenerationsprozess.

Die Schwellungen durch richtiges Verhalten reduzieren

Durch bestimmte Verhaltensweisen, können Sie positiv auf den Rückgang der Schwellungen einwirken. Für viele Betroffenen stellen die Schwellungen ein kosmetisches Problem dar – sie lassen sich jedoch nicht vollständig verhindern.

Sie können jedoch dazu beitragen, dass die Gesichtsschwellungen weniger stark auftreten und schneller wieder verschwinden.

Patient der Bio Hair Clinic trägt Stirnband nach Haartransplantation - geschwollene Augen damit kein Problem.

Das Tragen eines speziellen Stirnbandes

Nach dem Eingriff erhalten Sie von Ihrer Haarklinik ein spezielles, elastisches Stirnband, das Sie mindestens in den ersten 72 Stunden nach der Operation tragen sollten. Achten Sie darauf, das Stirnband tagsüber die ganze Zeit zu tragen und nur zum Schlafen abzunehmen.

Auf die richtige Schlafposition achten

Auch mit der richtigen Position beim Schlafen können Sie zu einem positiven Heilungsprozess beitragen. Achten Sie darauf, in den ersten Wochen nach dem Eingriff, auf dem Rücken zu schlafen.

Diese Schlafposition verhindert, dass die Betäubungsflüssigkeit in Richtung Ihres Gesichtes laufen kann. Durch die Verwendung eines Nackenkissens können Sie zudem verhindern, dass Ihr frisch operierter Kopf mit Kissen oder Decke in Berührung kommt.

Mann mit Kaffeetasse in der Hand zeigt Daumen nach unten - Kein Koffein nach der Haartransplantation damit Augen nicht geschwollen sind.

Auf Alkohol und Kaffee verzichten

Sowohl Kaffee als auch Alkohol fördern die Durchblutung im Körper. Eine erhöhte Durchblutung kann wiederum zu Nachblutungen führen, wodurch die Wundheilung massiv gestört wird.

Zusätzlich wird die Ausschüttung von Stresshormonen durch eine verbesserte Durchblutung angeregt.

Durch das Trinken von Alkohol oder Kaffee kann sich die Schwellung aus diesen Gründen noch verschlimmern, weshalb in der ersten Zeit hierauf unbedingt verzichtet werden sollte.

Das richtige Ess- und Trinkverhalten

Dennoch ist es essenziell, in der postoperativen Zeit ausreichend zu trinken. Hierbei sollten Sie am besten zu Wasser, egal, ob mit oder ohne Kohlensäure, greifen. Das viele Trinken hilft effektiv dabei, der Schwellung entgegenzuwirken.

Durch die ausreichende Flüssigkeitszufuhr, wird die Betäubungsflüssigkeit im Körper besser verteilt. Hierdurch kann sie auch schneller wieder aus dem Körper ausgeschieden werden. Rund drei Liter täglich sollten Sie in den ersten Tagen zu sich nehmen.

Die Ernährung sollte in den ersten fünf Tagen besonders salzarm ausfallen. Der Grund hierfür ist, dass Salz Wassereinlagerungen fördert, wodurch nach der Haartransplantation die Augen geschwollen sein können.

Keine körperlichen Anstrengungen

Körperliche Anstrengungen jeglicher Art sollten in der ersten Woche tunlichst vermieden werden. Hierzu zählt insbesondere der Verzicht auf Sport, schweres Heben oder Tragen sowie alle anderen körperlichen Anstrengungen.

Die Schwellung wird durch die Anstrengungen noch verstärkt und zudem sorgt Schwitzen dafür, dass sich die Krusten auflösen können.

Weitere Faktoren, die beachtet werden sollten

In den ersten Tagen nach Ihrer Verpflanzung von Eigenhaar, sollten Sie darauf achten, sich nicht nach Vorn zu beugen, sondern den Kopf so aufrecht wie möglich zu halten. Hierdurch wird Druck auf den Kopf vermieden.

Deshalb sollte auch das Schnäuzen der Nase unterlassen werden. Das Kühlen der Stirn und Augenpartien kann zudem dazu beitragen, dass die Schwellung weniger stark auftritt.

Sie sollten jedoch in keinem Fall den Empfängerbereich kühlen und das Cold Pack niemals direkt auf die Haut auflegen.

Von Ihrer Haarklinik erhalten Sie zudem spezielle Medikamente, unter denen sich auch häufig Entwässerungstabletten befinden, die Sie einnehmen sollten, um den Heilungsprozess zu fördern.

Methoden die vermeiden, dass nach der Haartransplantation die Augen geschwollen sind

Durch die Anwendung von besonders schonenden Methoden, kann bewirkt werden, dass während der Heilungsphase kaum oder gar keine Schwellungen auftreten.

Hierzu zählt die FUE-Saphir-Methode, bei welcher die Kanäle im Empfängerbereich mit einer Saphirklinge geöffnet werden. Mit dieser Klinge können präzisere und feinere Schnitte gesetzt werden, die deutlich schneller abheilen. Auch die DHI-Methode ist besonders schonend.

Bei dieser Methode erfolgt das Öffnen und Einsetzen der Haare in einem einzigen Arbeitsschritt mit dem sogenannten CHOI-Implanter. Dieses Instrument bringt für Sie folgende Vorteile:

  • nach der Operation kommt es zu einer geringeren Bildung von Schwellungen
  • Rötungen treten zudem seltener und weniger stark auf
  • auch die Krustenbildung ist geringer
  • insgesamt ist ein schnellerer Heilungsprozess möglich (zehn Tage)

Fazit: Dass nach einer Haartransplantation die Augen geschwollen sind, ist normal

Ein geschwollener Stirnbereich oder eine geschwollene Augenpartie sind nach einer Eigenhaarverpflanzung völlig normal und Teil des natürlichen Heilungsprozesses.

Denn im Vorfeld des Eingriffs erhalten Sie eine örtliche Betäubung, um die Operation für Sie so angenehm wie möglich zu gestalten.

Diese Betäubungsflüssigkeit muss anschließend jedoch wieder aus Ihrem Körper ausgeschieden werden und wandert daher meist zunächst in Ihre Gesichtspartie.

Durch verschiedene Verhaltensweisen wie beispielsweise die richtige Schlafposition, die Vermeidung von körperlichen Anstrengungen sowie das Tragen eines speziellen Stirnbands, können Sie jedoch aktiv dazu beitragen, dass die Schwellung weniger stark auftritt bzw. schneller wieder verschwindet.

Für gewöhnlich ist die Schwellung bereits eine Woche nach dem operativen Eingriff wieder verschwunden.