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Trichologie – wissenschaftliches Know-how für Ihre Haargesundheit

Gesundes und kräftiges Haar stehen für Vitalität, Dynamik und Attraktivität. Lassen Haarwachstum und -struktur zu wünschen übrig, so gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Verbesserung des Haarbildes.

Die Trichologie verfolgt hierbei den wissenschaftlichen Ansatz auf der Suche nach Wirkursachen und entsprechenden Behandlungskonzepten.

Lesen Sie mehr über Arbeitsmethoden dieses Wissenschaftsgebiets und wie ihre Erkenntnisse der Haargesundheit zugutekommen.

Ein kurzes Inhaltsverzeichnis für diesen Artikel


Trichologie als Wissenschaftsdisziplin
Welche Tätigkeiten üben Trichologen aus?
Zu kräftiger Haarwuchs oder ausbleibendes Haarwachstum
Das Standardrepertoire an Untersuchungsmethoden
Die wichtigsten Verfahren zur Feststellung des Kopfhaut-, Haar- und Haarwurzelstatus
Professionelle Trichologie: Mit welchen Kosten ist zu rechnen?
Die Haarwissenschaft als Wegbereiter für moderne Lösungskonzepte

Trichologie als Wissenschaftsdisziplin mit dem Fokus auf Haare und Kopfhaut

Wortteile mit “trich-” oder “tricho-” weisen im Griechischen auf einen haarigen Zusammenhang hin. So bezeichnet die Trichose eine Anomalie der Behaarung und die Hypertrichose steht für eine übermäßige Körperbehaarung.

Trichophobie ist der Fachterminus für eine übersteigerte Angst vor Haaren und Trichotomie ein anderer Ausdruck für Haarspalterei und Spitzfindigkeit. Die Disziplin der Trichologie hat sich als Lehre von den Haaren und der Kopfhaut sowie von Haarerkrankungen jeglicher Art etabliert.

Diesem Teilgebiet der kosmetischen Dermatologie widmen sich zahlreiche Hautärzte mit einer entsprechenden Zusatzqualifikation. Außerdem beschäftigen sich speziell ausgebildete Trichologen mit Fragen rund um den Kopfhaut- und Haarzustand.

Trichologinnen und Trichologen werden oftmals von Friseuren zurate gezogen oder bieten ihre Dienste in der eigenen Privatpraxis an.

Welche Tätigkeiten üben Trichologen aus?

Trichologie benutzt Trichologiegerät

Ein Besuch beim Spezialisten für Haare und Kopfhaut kommt vor allem für Personen mit bereits bestehenden Problemen infrage. Die häufigsten Beschwerdebilder oder Erkrankungen sind:

  • Haarausfall
  • Haarschuppen
  • Seborrhoe (verstärkte Talgabsonderung der Haut)
  • Psoriasis (Schuppenflechte) im Bereich der Kopfhaut
  • Jucken der Kopfhaut

Der Trichologe nimmt die angezeigten Untersuchungen vor, wertet die Ergebnisse aus, bespricht mit seinen Patienten/Klienten die weitere Vorgangsweise und setzt schließlich notwendige Maßnahmen.

Vertreter der Trichologiezunft können auch im Wissenschaftsbereich tätig sein und dabei Ursachenforschung zu verschiedenen Haarausfallarten betreiben oder sich an der Entwicklung neuer Behandlungstechnologien beteiligen.

Zu kräftiger Haarwuchs oder ausbleibendes Haarwachstum

Abgesehen von reinen Hauterkrankungen stehen im Arbeitsalltag des Trichologen zwei Themenkomplexe im Vordergrund: Einerseits ein Zuviel an Haaren wie etwa bei starker Körperbehaarung. Zum anderen ein Haarmangel, also das weite Feld übermäßigen Haarverlusts.

In beiden Fällen hat trichologische Forschungsarbeit wichtige Beiträge zur Entwicklung moderner Therapiekonzepte geleistet: sowohl für die dauerhafte Haarentfernung mittels Laser und IPL (Intense Pulsed Light – Impulslichtverfahren) als auch für die dauerhafte Wiederbehaarung mittels Eigenhaarverpflanzung.

Lasertherapie und die FUE Haartransplantation sind in medizinischer und technischer Hinsicht Meilensteine für den erfolgreichen Umgang mit Haarproblemen.

Das Standardrepertoire an Untersuchungsmethoden

Ärztin untersucht Blut

Während es bei der Haarentfernung in erster Linie um Behandlungsfragen und das dabei angewandte Verfahren geht, liegt der Fokus bei Haarlosigkeit vorerst im diagnostischen Bereich. Erst wenn die Haarausfallursache bekannt ist, lassen sich weitere Schritte festlegen.

Dafür stehen heute eine Reihe bewährter Methoden zur Verfügung. Folgende Untersuchungen geben Aufschluss über den Ist-Zustand von Haut und Haaren:

  • Blutuntersuchungen
  • Allergieuntersuchungen
  • Trichoskopie
  • Trichogramm
  • Trichoscan
  • Kopfhautbiopsie

Nicht jeder Anbieter wendet dieselben Praktiken an: Mitunter werden Sie als Kunde oder Patient darum gebeten, bereits im Vorfeld eine Blutuntersuchung durchführen zu lassen, um beispielsweise eine Schilddrüsenfehlfunktion oder Mangelerscheinungen auszuschließen.

Auch Allergien können eine Rolle bei bestimmten Arten des Haarausfalls spielen. Die Ergebnisse derartiger Voruntersuchungen sind nach Absprache zum Ersttermin in der Trichologiepraxis mitzubringen.

Die wichtigsten Verfahren zur Feststellung des Kopfhaut-, Haar- und Haarwurzelstatus

Ärztin benutzt ein Trichoskop bei einer Patientin

Trichoskopie: Die Haaranalyse via Trichoskopie oder Dermatoskopie erfolgt auflichtmikroskopisch, also durch eine äußerliche und schmerzfreie Methode.

Sie stellt eine einfache und zugleich effektive Diagnostikmöglichkeit für etliche Haarkrankheiten dar und ist auch gut zur Kontrolle des Behandlungsfortschrittes einsetzbar.

Trichogramm: Diese Untersuchung der Haarwurzeln bedarf der aktiven Mitwirkung des Patienten. Haarefärben und sogar das Haarewaschen sowie -schneiden in den Tagen vor der Anwendung können die Auswertung verfälschen.

Für ein aussagekräftiges Trichogramm ist eine reihenweise Epilation von mehr als 50 Haaren per Haarklemme erforderlich. Die mikroskopische Auswertung erkennt Bruchstellen und andere Veränderungen der Haarstruktur.

Außerdem lässt die Beschaffenheit der Haarwurzeln auf den Typus eines bestehenden Haarausfalls schließen.

Trichoscan: Eine computergestützte Haardiagnose ermöglicht der sogenannte Trichoscan, der im Gegensatz zum Trichogramm ohne Haarentnahme auskommt. Auf einer kleinen Stelle (Durchmesser unter zwei Zentimeter) werden die Haare millimeterkurz rasiert, wenige Tage später eingefärbt und fotografiert.

Die digitalen Trichoscans werden per Spezialsoftware detailliert ausgewertet und erlauben eine exakte Bewertung des Haarzustandes.

Kopfhautbiopsie: Zur Biopsie für die feinstoffliche Analyse wird in aller Regel erst dann geraten, wenn oben genannte Methoden keine zufriedenstellenden Resultate liefern können.

Die unter lokaler Betäubung durchgeführte Gewebeentnahme erfolgt per Stanzgerät, das für die Hautprobe bis in die Unterhautschichten vordringt. Dadurch können verbleibende Narben nicht ausgeschlossen werden.

Kopfhautbiopsien werden heute bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion oder Pilzbefall vorgenommen.

Professionelle Trichologie: Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Von Trichologen in Rechnung gestellte Beträge sind abhängig vom Umfang und Qualität der erbrachten Dienstleistung. In der Trichologie sind Kosten für Behandlungen mehrheitlich vom Patienten selbst zu tragen.

Trichoscans werden ab zirka 80 Euro angeboten, wobei in preislicher Hinsicht auch Einzelposten wie Beratungsgespräche zu berücksichtigen sind. Eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse hängt von möglichen vorliegenden Erkrankungen ab. Übermäßigem Haarausfall wird vonseiten der Kassen zumeist kein Krankheitswert zugesprochen.

Eine medizinische Notwendigkeit der Haarbehandlung kann hingegen aufgrund von Unfällen oder bestimmter Krankheiten gegeben sein. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Kostenübernahme.

In jedem Fall ist die Klärung der Kostenfrage mit dem Trichologen Ihrer Wahl bereits vor Behandlungsbeginn ratsam.

Die Haarwissenschaft als Wegbereiter für moderne Lösungskonzepte

An einem Haar zieht man mich hin, wo ich gern bin“, reimt sich ein altes deutsches Sprichwort. Bei Trichologen können sich Personen mit schütter werdendem Haar gut aufgehoben fühlen: Dank haarwissenschaftlicher Analyse hat die Trichologie bereits einer Vielzahl von Patienten zu neuer Haarpracht verholfen.

Die überwiegende Mehrheit von Haarverlustproblemen ist dem hormonell erblich bedingtem Haarausfall geschuldet, mit welchem sich vier von fünf Männern im Laufe ihres Lebens konfrontiert sehen. Trichogramm und Trichoscan verschaffen Gewissheit über Ursache und Auslöser eines fortschreitenden Haarschwunds.

Nicht selten wird von Trichologen die Empfehlung ausgesprochen, eine Haarverpflanzung in Erwägung zu ziehen, um die ursprüngliche Haarfülle wiederzuerlangen.

Die beeindruckende Erfolgsgeschichte der modernen Haarimplantation ist nicht zuletzt den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Trichologie zu verdanken.

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