8 verschiedene Ursachen von Haarausfall und ihre Behandlung
Leidest Du unter Haarausfall? Damit bist Du nicht allein. Viele Menschen erleben im Laufe ihres Lebens, dass die Haare dünner werden oder ausfallen.
Das kann viele Gründe haben – genetisch Veranlagung, hormonelle Veränderungen oder durch Stress. Auch Mangel an wichtigen Nährstoffen, bestimmte Medikamente oder andere Ursachen spielen eine Rolle.
In diesem Artikel erfährst Du, welche 8 Ursachen am häufigsten zu Haarschwund führen. Wir erklären Dir, wie sich die verschiedenen Formen voneinander unterscheiden und welche Behandlungsansätze es gibt.
Ein kurzes Inhaltsverzeichnis für diesen Artikel
➨ Was sind die 8 häufigsten Ursachen von Haarausfall?
➨ Welche Formen von Haarausfall gibt es?
➨ Behandlungsmöglichkeiten bei Haarverlust
➨ Fazit:Starte mit einer Diagnose vom Facharzt
➨ FAQ: Ursachen für Haarausfall
Was sind die 8 häufigsten Ursachen von Haarausfall?
Haarverlust kann viele Gesichter haben – und ebenso viele Gründe. Damit Du die Ursache besser verstehst, zeigen wir Dir was die 8 häufigsten Auslöser sind.
1. Genetisch bedingter Haarausfall
Auch bekannt als androgenetische Alopezie, ist die häufigste Form von Haarverlust und trifft sowohl Männer als auch Frauen.
Die Ursache ist eine Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber Dihydrotestosteron (DHT), einem Abbauprodukt vom Testosteron. Diese Empfindlichkeit wird vererbt und führt dazu, dass Deine Haarfollikel mit der Zeit immer weiter schrumpfen, bis sie schließlich ausfallen.
2. Hormonelle Veränderungen
Hormone spielen eine entscheidende Rolle bei der Regulierung des Haarwachstums – ein Ungleichgewicht kann Haarprobleme verursachen und für hormonell bedingten Haarausfall sorgen.
Typische hormonelle Probleme sind:
- Haarausfall nach der Schwangerschaft
- Haarausfall in den Wechseljahren
- Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)
- Schilddrüsenstörungen (Unter- oder Überfunktion)
Eine Überfunktion der Schilddrüse führt oft zu schnellem Haarwachstum, aber auch zu schnellem Ausfall, da die Haare instabil werden. Bei einer Unterfunktion hingegen reicht die Hormonproduktion nicht aus, um einen gesunden Haarzyklus zu unterstützen.
3. Stress
Belastungen – egal ob mental oder körperlich – können Deinen natürlichen Haarzyklus erheblich stören. Stress löst die Ausschüttung von Cortisol aus, welches das Haarwachstum hemmt und die Follikel vorzeitig in die Ruhephase versetzt.Dadurch können mehr Haare als üblich ausfallen, was vorübergehend oder bei anhaltendem Stress auch langfristig zu sichtbar lichten Stellen führen kann. Meditation, ausreichend Schlaf und Bewegung können Dir dabei helfen, wieder mehr zu entspannen und dem schnelllebigen Alltag zu entkommen – so kann sich auch Dein Haarwachstum regenerieren.
4. Nährstoffmangel und Ernährung
Die Gesundheit Deiner Haarfollikel mit notwendigen Nährstoffen ist entscheidend für starkes Haar. Fehlen Eisen, Zink, Biotin oder Vitamin D, wird die Haarstruktur geschwächt und das kann zu brüchigem Haar oder verstärktem Ausfall führen.
Wenn ein Nährstoffmangel ärztlich festgestellt wurde, können bestimmte Nahrungsergänzungsmittel Deinen Haarwuchs wieder stimulieren.
Meistens reicht es jedoch aus, wenn Du auf eine ausgewogene Ernährung achtest, die zu Deiner Routine passt – das können ein morgendlicher Smoothie, ein grüner Salat und ein paar Nüsse sein.
5. Medikamente
Bestimmte Medikamente oder Therapien beeinflussen Deinen Haarzyklus negativ. Sie können die Wachstumsphase der Haarfollikel verkürzen oder sie beschädigen.
Typische Medikamente, die häufig mit Haarverlust zusammenhängen sind:
- Betablocker
- Blutverdünner
- Antidepressiva
Sie verändern die Nährstoffversorgung und die Durchblutung der Kopfhaut und können dadurch das Haarwachstum hemmen.
Auch durch eine Chemotherapie können die Haare ausfallen. Die eingesetzten Medikamente stören die Zellteilung im Körper und schädigen dadurch auch die Zellen in den Haarwurzeln.
6. Autoimmunerkrankungen
Bei Autoimmunerkrankungen greift Dein Immunsystem fälschlicherweise die eigenen Haarfollikel an. Das geschieht durch eine fehlgeleitete Immunreaktion, bei der Dein Körper die Haarfollikel als fremden Erreger erkennt und bekämpft.
- Alopecia Areata äußert sich in kreisrunden kahlen Stellen. Dabei werden in der Regel nur die Kopfhaare angegriffen.
- Alopecia Totalis greift auch Augenbrauen und Wimpern an
- Alopecia Universalis verursacht den Verlust der gesamten Körperbehaarung
Das Haar kann sich erholen, meist verlaufen die Erkrankungen aber chronisch, was die Belastung der Betroffenen stark erhöht.
7. Pilzinfektionen der Kopfhaut
Kopfhautpilze können Juckreiz, Rötungen und schuppige Kopfhaut auslösen. Unbehandelt zerstören sie die Haarfollikel dauerhaft und führen so zu kahlen Stellen am Kopf.
Von Kopfhautpilz und Haarausfall sind häufig Kinder betroffen, aber auch durch Tiere können bestimmte Pilzarten übertragen werden. Zögere nicht bei ungewöhnlichen Symptomen einen Dermatologen aufzusuchen.
So kannst Du langfristige Schäden an Deiner Kopfhaut vermeiden und Dein Haarwachstum kann sich regenerieren.
8. Traktionsalopezie
Intensives Styling mit straffen Frisuren, viel Hitze oder häufiges Färben kann Deine Haare auf Dauer schädigen und brüchig machen.
Durch das ständige Tragen von engen Zöpfen wird Deine Haarstruktur geschwächt – langfristig führt es zu dauerhaften Verlust, besonders an den Haaransätzen.
Gönne Deinen Haare ab und an mal eine Pause, trage lockere Frisuren und verzichte eine Zeit lang auf das Glätteisen oder den Lockenstab.
Welche Formen von Haarausfall gibt es?

Haarverlust kann in unterschiedlichen Formen auftreten. Bei einigen Arten ist eine gezielte Behandlung mit Cortison notwendig, um die Entzündungsreaktion zu unterdrücken und weiteres Ausfallen der Haare zu verhindern.
- Diffuser Haarverlust: Gleichmäßiger Verlust der Haare über die gesamte Kopfhaut. Die Haare werden insgesamt dünner, ohne dass sich klare, kahle Stellen bilden.
- Kreisrunder Haarausfall: Plötzlich auftretende, runde oder ovale kahle Stellen am Kopf entstehen durch eine falsche Immunreaktion, bei der das Immunsystem die Haarfollikel angreift.
- Vernarbende Alopezie: Dauerhafte Schädigung der Haarfollikel durch Entzündungen, Pilzerkrankungen, Verbrennungen oder andere traumatische Einwirkungen auf die Kopfhaut.
Wenn Dir der Haarverlust ungewöhnlich vorkommt, er in kürzester Zeit vermehrt auftritt oder andere Symptome wie Juckreiz, Schuppen oder Rötungen dazu kommen, solltest Du unbedingt die Ursache bei einem Facharzt feststellen lassen und die richtige Behandlung zu finden.
Wenn Du unter lichtem Haar leidest und eine Diagnose bereits gestellt wurde, kannst Du effektiv gegen den Verlust der Haare angehen!
Vereinbare ein kostenloses Beratungsgespräch und finde heraus, ob eine Haartransplantation die beste Lösung für Dich ist.
Gibt es Unterschiede zwischen Frauen und Männern?
Die verschiedenen Formen können sich auch je nach Geschlecht unterschiedlich äußern.
- Bei Männern ist genetisch bedingter Haarausfall die häufigste Form von Haarverlust. Dieser äußert sich häufig durch Geheimratsecken oder durch den vermehrten Verlust der Haare am Hinterkopf.
- Frauen hingegen erleben oft einen diffusen Haarverlust, der sich vor allem im Scheitelbereich bemerkbar macht und oftmals durch hormonelle Veränderungen entsteht.
Dennoch können beide Geschlechter von Formen wie Alopecia areata oder vernarbender Alopezie betroffen sein.
Behandlungsmöglichkeiten bei Haarverlust

Haarverlust lässt sich je nach Ursache und Fortschritt mit verschiedenen Methoden behandeln. Meistens kann ein ganzheitlicher Ansatz die besten Wirkungen erzielen.
Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und gezieltes Stressmanagement stärken die Haarfollikel und können in Verbindung mit alternativen Ansätzen das Haarwachstum unterstützen.
Medikamentöse Therapie
Bei erblich bedingtem oder hormonellen Haarverlust kommen häufig diese Medikamente zum Einsatz:
- Minoxidil: Der Wirkstoff wird als Tinktur oder Schaum direkt auf die Kopfhaut aufgetragen. Er verbessert die Durchblutung, versorgt die Haarfollikel mit mehr Nährstoffen wodurch sie länger in der Wachstumsphase bleiben
- Finasterid: Das verschreibungspflichtige Medikament hemmt die Umwandlung von Testosteron in DHT. Auch hier können die Haare dadurch länger in der Wachstumsphase bleiben.
Bitte beachte, dass Du diese Mittel ein Leben lang einnehmen musst, damit Dein Haar dauerhaft nachwächst. Das ist auf Dauer nicht nur teuer, sondern auch die Nebenwirkungen können ganz schön heftig sein. Brichst Du die Behandlung ab, fällt Dein Haar wieder aus.
Chirurgische Lösung
Zwar helfen ein stressreduzierter Alltag, eine ausgewogene Ernährung und die richtige Kopfhautpflege, um den natürlichen Haarzyklus zu stabilisieren, doch manchmal reichen diese Maßnahmen nicht aus.
Bei fortschreitendem Haarverlust bietet eine Haartransplantation als einzige Methode langfristige Ergebnisse.
Dabei werden eigene Haarfollikel in die kahlen Bereiche verpflanzt. Die entnommen Follikel stammen vom Hinterkopf und sind resistent gegenüber DHT. Dadurch wachsen die Haare dauerhaft an und Du bekommst Dein volles und natürliches Haar zurück.
Für die Verpflanzung werden unterschiedliche Methoden gewählt, um Dir das bestmögliche Ergebnis zu liefern.
Du möchtest wissen, welche Behandlung zu Dir passt?
Starte jetzt eine kostenlose Haaranalyse – wir finden gemeinsam die beste Lösung für Deine persönlichen Bedürfnisse.
Fazit: Starte mit einer Diagnose vom Facharzt
Von Hormonschwankungen, über Genetik bis hin zu Nährstoffmängeln – die Ursachen von Haarausfall können weitreichend sein. Manche davon können leichter behoben werden als andere. Der erste Schritt ist immer eine klare Diagnose von einem Facharzt, um die passende Behandlung zu wählen.
Ob Medikamente, Ernährungsumstellungen oder chirurgische Lösungen: Es gibt Wege, den Verlust der Haare zu stoppen und Dein Haarwachstum wieder anzuregen.
FAQ
Im Folgenden beantworten wir einige der häufigsten Fragen.
Kann ich Haarverlust mit Ernährung stoppen?
Ein ausgeglichener Nährstoffhaushalt (Eisen, Zink, Vitamin D) ist notwendig für gesunde Haarfollikel. Bei Mangelerscheinungen kann eine Ernährungsumstellung helfen – bei genetischen Ursachen reicht sie allein jedoch nicht aus.
Wie erkenne ich, ob der Verlust genetisch bedingt ist?
Androgenetische Alopezie zeigt sich häufig durch typische Muster, wie Geheimratsecken bei Männern oder einen breiter werdenden Scheitel bei Frauen.
Wann sollte ich professionelle Hilfe suchen?
Wenn Du über mehrere Wochen deutlich mehr als 100 Haare täglich verlierst, kahle Stellen auftreten oder Symptome wie Juckreiz hinzukommen solltest Du auf jeden Fall einen Facharzt aufsuchen.
Kann Stress allein Haarverlust verursachen?
Ja, insbesondere akuter Stress kann den Verlust von Haaren auslösen. Die Haare fallen dann plötzlich vermehrt aus, wachsen aber meist nach, sobald die Belastung nachlässt.