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Mann mit Glatze im Video Call.

Nach Haartransplantation arbeitsunfähig: Stimmt das?

Viele fürchten, nach der Haartransplantation arbeitsunfähig zu sein. Eine Eigenhaarverpflanzung ist ein operativer Eingriff. Daher sollten Sie sich danach einige Zeit lang schonen und kürzertreten. Doch ist es auch nötig, sich von der Arbeit befreien zu lassen?

Wie verläuft die Heilung? Wie können Sie sie unterstützen? Hier bekommen Sie die Antworten und viele gute Tipps rund um dieses Thema.

Ein kurzes Inhaltsverzeichnis für diesen Artikel

Immer nach der Haarverpflanzung im Krankenstand?
Wie lange sollten Sie kürzertreten?
Wie verläuft der Heilungsprozess nach einer Haartransplantation?
Wie Sie den Heilungsprozess unterstützen können?
Fazit: Nach Haartransplantation nicht zwangsläufig arbeitsunfähig

Ist jeder nach einer Haartransplantation arbeitsunfähig?

Groß ist die Freude, wenn die Haarverpflanzung erledigt ist. Doch damit alles optimal verläuft, die Wunden gut heilen und die Transplantate bestmöglich anwachsen, sollten Sie im Anschluss an den Eingriff einiges beachten.

Fragen Sie sich ebenso, ob Sie nach der Haartransplantation arbeitsunfähig sind oder direkt wieder arbeiten gehen können? Darauf ist keine pauschale Antwort möglich.

Der genaue Zeitpunkt, ab wann Sie nach der Haarimplantation wieder einsatzfähig sind, ist von verschiedenen Faktoren abhängig, zum Beispiel von der Arbeitsintensität Ihres Berufs.

Ist er körperlich anstrengend oder Sie neigen dabei zum Schwitzen, stellt dies ein Risiko für die Heilung dar. Zudem ist die Reaktion des Körpers auf eine OP unterschiedlich.

Während die meisten schon wenige Tage später in der Lage sind, zu arbeiten, benötigen andere zum Erholen einen Auszeit. So ist nicht jeder nach einer Haartransplantation arbeitsunfähig.

Achtung:

Eine Eigenhaarverpflanzung ist in vielen Fällen keine Kassenleistung, da sie der Verschönerung des Aussehens dient. Eine Krankschreibung ist somit oftmals nicht möglich. Daher ist es, falls es der Beruf erforderlich macht, empfehlenswert, sich nach der OP ein paar Tage Urlaub zu nehmen.

Viele lassen den Eingriff in der Türkei durchführen und verbinden ihn mit schönen Tagen in dem sehenswerten Land. Nebenbei sind die Kosten in Istanbul für die Eigenhaarverpflanzung wesentlich günstiger bei gleichbleibender deutscher Qualität und höchsten Hygienestandards.

Wie lange sollten Sie kürzertreten?

Mann fragt Experten, wie lange er nach Haartransplantation arbeitsunfähig ist.
Es empfiehlt sich, nach der Haarverpflanzung Urlaub zu nehmen. Eine Ausnahme stellen Berufe dar, die im Home-Office ausgeübt werden können, sodass Sie einer leichten Tätigkeit nachgehen und nicht unter Leuten sind.

Es ist in den ersten Tagen aufgrund der verwundeten Kopfhaut erkennbar, dass Sie eine Haarverpflanzung hatten. Allgemein können Sie nach der Haartransplantation, beispielsweise mit dem FUE-Verfahren, nach etwa sieben bis zehn Tagen wieder arbeiten. Die Krusten beginnen, abzufallen.

Bei einer Bürotätigkeit sind Sie wahrscheinlich schon am zweiten Tag nach dem Eingriff wieder einsatzfähig. So entscheidet der Job. Wenn Sie zu früh unangemessen arbeiten, können Sie den Erfolg des Eingriffs beeinträchtigen.

In Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt sollte der Fortschritt des Heilungsprozesses stets berücksichtigt werden. Die genaue Auszeit ist immer vom Einzelfall abhängig.

Wie verläuft der Heilungsprozess nach einer Haartransplantation?

Mit dem Abfall der Wundkrusten sind Sie wieder völlig gesellschaftsfähig. Dies ist üblicherweise nach 14 Tagen der Fall. Nach dem Eingriff treten meist Rötungen und Schwellungen im Bereich der Stirn auf, die innerhalb der ersten sieben Tage zurückgehen.

Letztere können Sie mit verschiedenen Maßnahmen verringern, beispielsweise Kühlen und einem Stirnband. Die Schwellungen entstehen dadurch, dass sich aufgrund der Betäubung der Kopfhaut Wasser darin anlagert.

Die ersten drei Tage sind bei der Nachsorge entscheidend. Die Grafts fangen an, einzuwachsen. Die Wundheilung tritt ein und es bilden sich Krusten. Sie fallen nach rund zehn Tagen langsam ab. Die Kopfhaut ist bis zu diesem Zeitpunkt sehr empfindlich. Meiden Sie unnötigen Kontakt.

Bedenken Sie:

Einige Wochen nach der OP fallen die verpflanzten Haare meist wieder aus. Dies ist absolut natürlich. Es fällt lediglich das Haar aus, nicht aber die Wurzel.

Zum gewünschten Ergebnis der Haartransplantation kommt es einige Monate danach. Die Grafts benötigen so lange, um nach der Ruhephase das Haarwachstum wieder aufzunehmen. Nach etwa sechs Monaten ist bereits ein Erfolg erkennbar.

Das endgültige Resultat der Haartransplantation sehen Sie nach acht bis zwölf Monaten. Dieses Ergebnis hält in der Regel für Ihr restliches Leben an, denn die transplantierten Haare hören nie auf, zu wachsen.

Wie Sie den Heilungsprozess unterstützen können?

Damit Ihr Körper mit der Situation besser umgehen kann, die Heilung optimal verläuft und die Transplantate gut anwachsen, können Sie ihn durch verschiedene Maßnahmen unterstützen.

Andere wiederum sollten Sie zunächst einmal unterlassen, um den Wundheilungsverlauf nicht zu beeinträchtigen. Beachten Sie folgendes:

  • Pflegeprodukte
  • Keine körperlichen Anstrengungen und Sport
  • Sonne, Solarium und Salzwasser
  • Nicht kratzen
  • Kein Alkohol und Nikotin
  • Richtig schlafen
  • Kopfbedeckung

Haare waschen

Ihre Haare waschen, können Sie ab dem zweiten bis dritten Tag wieder mit sanftem Wasserstrahl. Verwenden Sie jedoch keine herkömmlichen Produkte, sondern ein Spezialshampoo.

Nutzen Sie zusätzlich die empfohlene Lotion. Zum Trocknen können Sie die Haare mit einem fusselfreien, weichen Handtuch vorsichtig abtupfen. Ein Föhn ist anfangs tabu. Verwenden Sie keine Stylingprodukte.

Schonen Sie sich

Sie sollten sich in den ersten Tagen körperlich schonen und etwa drei Wochen lang keinen Sport treiben. Schweiß kann die verwundeten Kanäle aufweichen und somit die Heilung hinauszögern.

Nach ein bis zwei Wochen sind Sie wieder arbeitsfähig, sofern Ihr Job nicht körperlich anstrengend ist.

Meiden Sie Sonne, Solarium und Salzwasser

Sonne, Solarium, Sauna und Salzwasser sollten Sie einige Zeit lang vermeiden. Durch Ersteres können die transplantierten Grafts abgetötet werden. Zudem ist ein Sonnenbrand möglich.

Kratzen Sie nicht

Vermeiden Sie es, zu kratzen, auch wenn der natürliche Juckreiz eintritt. Sie können die Wundheilung hinauszögern und schlimmstenfalls die Transplantate lösen und ausreißen.

Verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin

Der Konsum von Alkohol und Nikotin ist vor allem in der ersten Woche gänzlich zu meiden, denn beides wirkt sich negativ auf die Heilung aus.

Alkohol weitet die Arterien und mindert den Blutfluss, doch dieser ist für die Wundheilung der eingepflanzten Haare sehr wichtig.

Wie Sie am besten schlafen

In der ersten Woche sollten Sie eine etwas erhöhte Position wählen. Schlafen Sie auf dem Rücken und einem Nackenkissen, damit Ihr Kopf nicht direkt darauf aufliegt.

Welche Kopfbedeckung eignet sich?

Tragen Sie während der ersten 14 Tage zur Kopfbedeckung einen lockeren Camping- oder Fischerhut.

Fazit: Nach Haartransplantation nicht zwangsläufig arbeitsunfähig

Wie lange Sie nach der Haartransplantation arbeitsunfähig sind, hängt in erster Linie von der Tätigkeit ab, der Sie nachgehen. Während Sie einen Bürojob sehr schnell wieder ausüben können, sollten Sie beispielsweise als Bauarbeiter mindestens zwei Wochen warten, bevor Sie wieder arbeiten.

Dann haben sich auch die Krusten gelöst. Grundsätzlich braucht Ihr Körper nach dem Eingriff ausreichend Erholung. Meiden Sie unbedingt körperliche Anstrengung, Sport, direkte Sonneneinstrahlung und Schweißbildung.

Das Schlafen auf dem Rücken mit einem Nackenkissen ist wichtig, damit die Wunden auf der Kopfhaut nicht kleben bleiben. Unterlassen Sie es, zu kratzen. Eine bewusste Nachsorge ist überaus wichtig für das Endergebnis der Haartransplantation.